125 Jahre Geschichte auf Rädern: 

Historisches Wagenradrennen am 20.09.2025 

 

Mach mit beim historischen Wagenradrennen – das große Jubiläumsspektakel

Anlässlich unseres 125-jährigen Jubiläums wird Geschichte lebendig – und zwar auf zwei Beinen und einem Rad! Inspiriert von einer legendären Wette aus dem Jahr 1900, schicken wir euch auf eine ganz besondere Mission: das historische Wagenradrennen als Staffellauf

👥 2 Teilnehmer pro Team

🛞 1 Wagenrad
🏃‍♂️🏃‍♀️ Jeder läuft 7,2 km - zusammen 14,4 km

 🛞 Wagenräder in verschiedenen Größen werden gestellt – eigene sind auch erlaubt! 

Eure Aufgabe: Bringt das Wagenrad zu zweit an sein Ziel – mit Witz, Ausdauer und einer ordentlichen Portion Teamgeist. Ob ihr im Trachtenlook, als Mittelalterhelden oder ganz sportlich auftretet – alles ist erlaubt, solange das Rad rollt! 

Seid dabei, wenn Geschichte ins Rollen kommt!

Jetzt anmelden, Spaß haben und ein Stück verrückte Sportgeschichte schreiben!

Getrennte Wertung von Damen und Herrenstaffeln mit attraktiven Siegerprämien durch unsere Sponsoren.

Programm

20.09.2025
15:00 Uhr   Offizieller Beginn

  • Begrüßung & Eröffnung durch Bürgermeister Jürgen Hieber
  • Ansprache zur Historie und Erläuterungen des Wettkampfs


16:00 Uhr – Start der Radroiflastaffel

  • Offizieller Startschuss
  • Musikalische Unterhaltung durch die Musikkapelle Rammingen
  • Verkauf von Speisen und Getränken, sowie Kaffee & Kuchen


18:00 Uhr – Zielschluss & Siegerehrung

  • Offizielles Ende des Wettkampfs
  • Siegerehrung mit Preisen & Urkunden


Ab 19:00 Uhr – „Dreh am Rad Party“ mit DJ und Barbetrieb


Strecke

Die Strecke verläuft über die Gemarkungen Öllingen, Setzingen und Nerenstetten auf gut ausgebauten und überwiegend asphaltierten Wegen durch die landwirtschaftlich geprägte Natur. 
Start/Ziel und Staffelwechsel sind am Gasthaus Hirsch Öllingen. Die Strecke hat 55 Höhenmetern Unterschied auf die Distanz von 7,2 km und beinhaltet zwei Schotterpassagen.

Veranstaltungsort

Inhalte von Google Maps werden aufgrund deiner aktuellen Cookie-Einstellungen nicht angezeigt. Klicke auf “Zustimmen & anzeigen”, um zuzustimmen, dass die erforderlichen Daten an Google Maps weitergeleitet werden, und den Inhalt anzusehen. Mehr dazu erfährst du in unserer Datenschutz. Du kannst deine Zustimmung jederzeit widerrufen. Gehe dazu einfach in deine eigenen Cookie-Einstellungen.

Zustimmen & anzeigen

Das richtige Wagenrad

Ein entscheidender Faktor für ein erfolgreiches Rennen ist die Wahl des Rads.
Die Räder müssen zwischen 20 kg und 50 kg wiegen und eine Größe von 80 cm bis 130 cm haben.

Während schwere Räder tendenziell einen besseren Geradeauslauf haben,
wird für kleinere und leichtere Räder weniger Kraft benötigt um sie in Bewegung zu halten.
Auch die Ergonomie sollte bei der Wahl berücksichtigt werden.

Für das Rennen empfehlen wir entsprechende Handschuhe.

Wir unterstützen euch gerne bei der Wahl des richtigen Wagenrads.
meldet euch dazu einfach bei radroifla_ö[email protected] am besten direkt mit eurer Wunschgröße oder dem Gewicht.

Da uns nicht unbegrenzt Wagenräder in allen Größen zur Verfügung stehen solltet ihr vorab eure entsprechenden Wunschgröße reservieren.

Historie


Der Renner, das Rad und die goldene Wette

Im „Hirsch“ zu Öllingen hängt ein ehrwürdiges Bild aus dem Jahre 1900. Darauf zu sehen: Der stolze Wagnermeister Renner(li) mit seinem hölzernen Wagenrad – und daneben Herr Erz, stolz auf dem einzigen Fahrrad, das Öllingen damals zu bieten hatte. 

Wie kam’s zu dem Bild? Nun, eines Abends saßen die Dorfhelden wie so oft am Stammtisch im Hirsch und zerlegten die Tagesneuigkeiten mit scharfem Stammtischverstand. Der Wagner Renner hatte gelesen, dass ein Wiener Küfer in 9 Stunden ein Holzfass über 30 km gerollt hatte. Pah, meinte Renner, Er würde mit seinem Wagenrad locker die 42 km nach Ulm und zurück "roifla", und das alles in der gleichen Zeit!

Der Spruch war kaum verklungen, da sprang ein Viehhändler auf und setzte 20 Goldstücke dagegen. Oder 25, so genau weiß das heute keiner mehr, weil so spät die Buchführung eher schwammig war. Jedenfalls: Ein Vermögen! Dafür hätte man damals 3200 Halbe kaufen können.

Die Wette wurde per Handschlag besiegelt – rechtlich bindend nach Stammtischrecht – und am 14. September 1900, Punkt 12 Uhr, ging’s los: Renner "roiflte" mit seinem Wagenrad Richtung Ulm, Herr Erz radelte hinterher und diente als offizieller Zeuge, Zeitnehmer und vielleicht auch moralische Unterstützung.

In Ulm kam Renner tatsächlich an – hungrig, aber nicht erschöpft – und ließ sich beim Wirt in der Friedrichsau schriftlich bestätigen, dass er dort angekommen war. Dann gab’s erstmal ein zünftiges Vesper und – weil schwäbische Ausdauer mehr als nur Schweiß bedeutet – natürlich auch zwei, drei Halbe zur Stärkung.

Der Rückweg verlief ähnlich sportlich: Noch ein Einkehrschwung im „Weißen Ross“ in Langenau, weil Durst ist schlimmer als Heimweh, und dann mit flottem Schritt zurück nach Öllingen. Nach gut 7 Stunden war er wieder da – mit Staub auf den Hosen, Bier im Bauch und Goldstücken in der Tasche.

Das halbe Dorf wartete schon beim Hirsch und feierte den Renner wie einen Olympiasieger – nur mit mehr Bier und weniger Hymne. Einige meinten später, er hätte bei so einem hohen Gewinn ruhig noch eine Runde ausgeben können. Aber Renner blieb schwäbisch – das Goldstück kommt nicht gleich unters Volk!

Und heute? Das Bild hängt immer noch im Hirsch, und wenn’s spät wird, sagen manche: „Die Wette könnt mer eigentlich wiederholen… wenn sich einer traut.“